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Eisrettung | ![]() |
Eis kann aufgrund verschiedener Einflüsse an verschiedenen Stellen eines Gewässers recht unterschiedliche Dicken aufweisen. Bodenwärme, Strömungen, Zuflüsse warmer Industriegewässer, Gasbläschen aus schlammigem Grund, dünn überfrorene Fischereilöcher und Einbruchstellen sowie Eisrisse sind mögliche Ursachen dafür. Bereits bei geringer Belastung können solche Eisflächen bersten. Eine Eisfläche sollte deshalb nur dann betreten werden, wenn absolut sicher ist, dass die Tragfähigkeit des Eises ausreicht. Dabei ist auch zu beachten, dass Schnee ein sehr schlechter Wärmeleiter ist und, dass aus diesem Grund schneebedeckte Eisflächen meist dünner sind als schneefreie.
Folgende Eisdicken gelten als ausreichend :
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Eine Selbstrettung aus dem eisigen Nass der winterlichen Gewässer muss innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden. Bereits wenige Minuten, nachdem der Verunglückte ins Wasser geraten ist, werden seine Glieder durch die Kälte so steif, dass alle Versuche einer Selbstrettung scheitern werden. Da die unmittelbare Berührung mit dem eiskalten Wasser starke Schmerzen verursacht, müssen alle geistigen und körperlichen Kräfte mobilisiert werden, um eine Panik zu vermeiden und möglichst schnell das eiskalte Wasser verlassen zu können. Bei allen Unfällen in winterlichen Gewässern sollte der Verunglückte seine Kleidung anbehalten, da sie wenigstens einen geringfügigen Wärmeschutz bietet. Ausgenommen sind schwere Wintermäntel und Schuhe.
Bei der Rettung eines im Eis eingebrochenen Menschen muss der Retter bedenken, dass das offensichtlich nicht mehr genügend tragfähige Eis für den Helfer eine erhebliche Gefahr darstellt. Er muss sich aber auch bewusst sein, dass sich der Eingebrochene wegen der raschen Erstarrung seiner Glieder nur kurze Zeit an der Oberfläche halten kann und daher höchste Eile geboten ist.
Ist der Eingebrochene unter dem Rand des Eisloches verschwunden, so
ist eine Rettung wesentlich schwieriger und der Erfolg unsicherer. Die
Rettung kann durch Tauchen nach dem Untergegangenen versucht werden.
Hierbei müssen jedoch drei Grundsätze unbedingt beachtet werden:
Das Tauchen unter das Eis bei fließenden Gewässern ist äußerst
lebensgefährlich und zudem ohne Erfolgsaussichten, da der
Untergegangene abtreibt.
Sind die Strömungsverhältnisse gut bekannt, kann versucht werden, in
hinreichender Entfernung flussabwärts Löcher in das Eis zu schlagen,
um den dort vorbeitreibenden Verunglückten herausholen zu können.
Die sicherste Rettung von treibenden Eisschollen ermöglicht ein stabiles Boot (kein Schlauchboot), wenn zwischen den Eisschollen genügend Fahrwasserbreite vorhanden ist. Ein Anstoßen mit dem Boot an die Scholle, auf der sich der Verunglückte befindet, ist zu vermeiden, um ein Abgleiten der zu rettenden Person zu verhindern. Der Verunglückte wird über das Heck in das Boot gebracht.
Der Eisrettungsschlitten im Einsatz
Die Wasserwacht Bernau ist für Eisunfälle mit zwei Eisrettungsschlitten ausgerüstet. Die Schlitten werden im Herbst montiert und im sind im Bedarfsfall an der Hütte des Segel-Clubs Irschener Winkel am Irschener Winkel sowie an der Wachstation in Bernau/Felden gelagert. Dort können sie auch von Ersthelfern einfach und sicher benutzt werden. Die Schlitten wiegen trotz ihrer Länge von 8 Metern nur 150 kg und sind somit von zwei Personen gut zu handhaben. Sie sind voll schwimmfähig und mit einfachem Rettungsgerät ausgestattet. Im Bedarfsfall ist die Wasserwacht Bernau über "Piepser" durch die Rettungsleitstelle Rosenheim zu erreichen.
Letzte Bearbeitung am: 11.04.10