Ausbildung zum Rettungstaucher der Wasserwacht:

GRUNDAUSBILDUNG für aktive Wasserwacht-Mitglieder

Die Wasserwacht Bernau hat 4 Rettungstaucher



1. Erste-Hilfe-Ausbildung, nicht älter als 3 Jahre
2. DRSA Silber, nicht älter als 1 Jahr
3. Sanitätsausbildung
4. Einweisung in die Medizinal-Geräteverordnung
5. Funkeinweisung


1. Ausbildung und Prüfung für Leinenführer

1.1 Ausbildung Ges.  20 UE
empfohlene Aufteilung

1.1.1 Theorie ges.  15 UE
A) Sicherheitsregeln 2 UE
B) DV und Führen des Taucher-Logbuches 1 UE
C) Physikalische Grundlagen des Tauchens 1,5 UE
D) Erkennen von Krankheiten und 2,5 UE
Erste-Hilfe-Maßnahmen
E) Theorie zur Praxis 8 UE
a) Grundkenntnisse über Aufbau und Wirkungsweise von
Leichttauchgeräten
b) Grundkenntnisse über Aufbau und Wirkungsweise von Taucher-
auftriebsrettungsmitteln
c) Grundkenntnisse über Durchführung der verschiedenen
Rettungstauchertätigkeiten
d) Austauchtabellen, Berechnung von Tauchgängen
e) Tauchen unter erschwerten Bedingungen (Strömung, Eis,
geschlossene Räume, Dunkelheit, kontaminiertes Gewässer,
Schifffahrt)
f) Tauchen in höher gelegenen Gewässern (Bergseen)
g) Knotenkunde
h) Anlegen der Tauchausrüstung
i) Sicherung des Rettungstauchers mit der Signalleine (Sicherheitsleine)
j) Leinenzugzeichen und andere Verständigungsmöglichkeiten
k) Führung der Sicherheitsleine
l) Suchtechnik
m) Verhalten während der Führung des Rettungstauchers
(z.B. Konzentration auf den Rettungstaucher)
n) Notsituationen:
Maßnahmen bei
- Panik
- Verhaken des Rettungstauchers
ununterbrochen heftig aufsteigenden Blasen (mögliche Ursache:
Tauchgerät defekt, Rettungstaucher hat Mundstück verloren)
- nicht regelmäßigem Blasenrhythmus
- fehlender Atmung
- Leinenblockade (Signale kommen nicht an)
o) Naturschutz


1.1.2 Praxis 5 UE
A) Wiederholung Knoten
B) Wiederholung Leinensicherung
C) Leinenslalom an Land
D) Anlegen der Tauchausrüstung
E) Überprüfung des Rettungstauchers und seiner Gerätschaften
F) Leinenführung im Wasser
G) Übung verschiedener Suchmethoden
H) Leinenführung bei erschwerten Bedingungen (Strömung, Eis,
geschlossene Räume, Dunkelheit, Schifffahrt)


1.2 Prüfung

1.2.1 Prüfung in Theorie
Schriftliche und ggf. mündliche Prüfung,
Inhalt AV /PV, Ziffer 7.1.1 (siehe 1.1.1)

1.2.2 Prüfung in Praxis
Prüfung in Praxis laut Formblatt "Prüfungsbogen Leinenführer"



2. Ausbildung und Prüfung für Rettungstaucher

2.1 Ausbildung   ges.  105 UE

empfohlene Aufteilung
2.1.1 Theorie ges.  35 UE
A) Sicherheitsregeln 2 UE
B) DV und Führen des Taucher-Logbuches 1 UE
C) Tauchphysik 4 UE
D) Gerätekunde
a) Druckbehälterverordnung 0,5 UE
b) Aufbau und Wirkungsweise der Tauchgeräte 3 UE
und sonstiger Tauchausrüstungen
c) Kompressorenkunde und Füllen von Druckluftflaschen 2 UE
d) Pflege und Instandhaltung von Gerätschaften, Tauchhygiene 2 UE
E) Tauchmedizin
a) Physiologie, Anatomie, Taucherernährung 2 UE
b)Temperatur0,5 UE
c) Wirkung des Druckes (Drucksteigerung, 1 UE
Druckabfall, erhöhter Partialdruck, Druckausgleich)
d) Taucherkrankheiten und andere Erkrankungen, 6,5 UE
Tauchpsychologie
e) Druckkammerbehandlung 0,5 UE
F) Tauchgangsberechnungen 1,5 UE
a) Luftbedarf
b) Austauchtabelle
c) Wiederholungstauchgänge
d) Bergsee
G) Tauchpraxis
a) Leinenzugzeichen und andere Verständigungsmöglichkeiten 1 UE
b) Einsatzmöglichkeiten, Suchmethoden und
Orientierungstauchen 1 UE
c) Kennzeichnung und Sicherung von Einsatzstellen 0,5 UE
d) Tauchen unter erschwerten Bedingungen 1 UE
(Strömung, Eis, geschlossene Räume, Dunkelheit,
kontaminiertes Gewässer, Schifffahrt)
e) Vorbereiten eines Taucheinsatzes und Anlegen 0,5 UE
der Ausrüstung
f) Vorbereiten eines Tauchganges 1 UE
Einstieg, Abstieg, Arbeiten, Aufstieg
g) Notsituationen: 0,5 UE
Verhalten bei
- Panik
- Verhaken des Rettungstauchers
- defektem Gerät
(Unterbrechung der Luftzufuhr, Abblasen des Atemreglers,
anderen Mängeln)
- Leinenblockade (Signale kommen nicht an)
H) Naturschutz 2 UE
I) Allgemeine Prüfungsvorbereitung 1 UE
in Frage und Antwort


2.1.2 Ausbildung in Praxis an Land ges. 20 UE

A) Gerätekunde - ABC-Ausrüstung, Tauchgerät und 3 UE
Zusatzausrüstung
B) Montage der Gerätschaften und Funktionsprüfung 1 UE
C) Erklärung der Wirkungsweise und Funktion von 2 UE
Taucher-Auftriebsmitteln
D) Planung und Vorbereitung von Tauchgängen, Bereitstellen 2 UE
und Anlegen der Tauchausrüstung
E) Knotenkunde, Leinenführung und Leinenslalom 5 UE
F) Suchmethoden, Orientierungstauchen, Bergen 2 UE
G) Kompaßkunde1 UE
H) Instandhaltung von Tauchgeräten, Tauchhygiene, Desinfektion 2 UE
I) Unterweisung Kompressor 2 UE


2.1.3 Ausbildung im Schwimmbecken mit klarer Sicht ges. 20 UE

A) Ausbildung mit ABC-Ausrüstung 6 UE
a) Übungen mit ABC-Ausrüstung
Einführung Schnorcheln mit Abtauchen, Druckausgleich
b) 3 x 25 m Streckentauchen mit jeweils 1 Minute Pause
c) Brille unter Wasser abnehmen, aufsetzen und ausblasen
d) zwei verschiedene Sprünge (Fußsprung vorwärts und rückwärts)
von 1 m Höhe oder Beckenrand
e) 1000 m Schnorcheln in Brust- und Rückenlage ohne Armbewegung
f) 500 m Schnorcheln mit einer Flosse und Armbenutzung
g) 35 m Streckentauchen
h) 60 Sekunden Zeittauchen unter Zurücklegung einer Strecke
von mindestens 10 m
i) schnellste Rettung eines "bewusstlosen" Gerätetauchers
vom Beckengrund
- 100 m Anschwimmen
- fachgerechte Rettung
- anschließend 200 m Transportschwimmen
- Ablegen der Ausrüstung und an Land bringen
- Reanimation und stabile Seitenlage
B) Ausbildung mit Tauchgerät 14 UE
a) 2 Sprünge aus einer Höhe von 1 m,
Fußsprung vor- und rückwärts
b) 200 m Schnorcheln
c) Brille ausblasen
d) mit Hilfe kombinierter Auftriebsmittel im Wasser schweben
und mit Partner mindestens  2 Minuten simulierte Wechselatmung
ohne Flossenbewegung
e) Wechsel eines Tauchgerätes unter Wasser
f) Gerät aus 25 m antauchen und anlegen
g) Leinenzieltauchen aus mindestens 20 m mit verdunkelter Brille
h) Retten eines verunglückten Tauchers
i) Kontrollierter Notaufstieg


2.1.4 Ausbildung im Freiwasser ges. 30 UE

A) Ausbildung mit ABC-Ausrüstung 3 UE
Übungen in Anlehnung an AV /PV, Ziffer 8.1.3 A
(siehe 2.1.3 A ), vom Ausbilder Rettungstauchen auszuwählen
B) Ausbildung mit Tauchgerät 27 UE
Nach erfolgreicher Beendigung der bisherigen Ausbildung
kann mit Tauchabstiegen im Freiwasser begonnen werden:
a) Es werden Tauchgänge mit zunehmender Tiefe durchgeführt,
wobei ein Ausbilder T den Anwärter begleitet. Diese Einführung
kann durch einen erfahrenen Rettungstaucher fortgeführt werden.
(Ein Rettungstaucher gilt als erfahren, wenn er mindestens
100 Tauchgänge nachweisen kann.)
Er wird vom Ausbilder T bestimmt.
b) Zeigt der Tauchanwärter entsprechende Sicherheit, so sind
folgende Übungen durchzuführen: Übungen laut "Prüfungs-
bogen Rettungstaucher" und andere Übungen bis 20 m Tiefe.
Die Ausbildung muß mindestens einen Tauchgang bei Nacht
und einen nach Möglichkeit in Strömung beinhalten.

2.2 Prüfung

2.2.1 Prüfung in Theorie
Schriftliche und ggf. mündliche Prüfung
A) Physik
B) Ausrüstung
C) Medizin
D) Praxis
E) Sicherheitsregeln
F) DV, AV /PV

2.2.2 Prüfung in Praxis
Prüfung in Praxis laut "Prüfungsbogen Rettungstauchen"

 

 

Letzte Bearbeitung am: 11.04.10